Historisches zum Kreiswald

Der Kreiswald und seine Geschichte

 

 Die Weinheimer Adelsfamilie Ulner zu Dieburg besaß im Landbezirk Lindenfels im Odenwald den Crayßwald, später Kreiswald, bei dem sich ein größerer Bauernhof befand, welcher im Laufe der Zeit durch Rodungen entstanden war. Im Jahre 1797 stellte die Witwe von Johann Wilhelm Freiherr von Ulner, Anwälder Bauernhof einen neuen Erbbestandsbrief aus. Der Erbbestand bleibt bis zu Ihrem Tode Johann Fritz und dessen Ehefrau Anna Margaretha Fritz geb. Schaaberin.

Nach der Aufhebung der Leibeigenschaft um 1806 wurde der Pächter Hofbesitzer.  

Ein ganz besonderes Ereignis ist die Erteilung der Erlaubnis für die Errichtung einer Branntwein-Brennerei im Jahre 1866. Dies ist die „Geburtsstunde“ der heutigen Edelbrennerei!

Michael Fritz ersteigerte 1894 den verschuldeten Hof, den zuvor der Vetter Adam Fritz heruntergewirtschaftet hatte. Zusammen mit seiner Frau Katherina brachte Michael Fritz mit großem Fleiß, äußerster Sparsamkeit und letzter Hingabe den Hof wieder in Schwung und sie erhielten sogar die polizeiliche Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtschaft. Zum Fritze-Michel und seiner Frau ging man gern, denn trotz all ihrer Sorgen waren sie liebe, freundliche und humorvolle Menschen.

Der Nachfolger Georg Fritz  starb im Alter von 51 Jahren durch einem Unfall. Seine Frau Elisabeth und ihre 3 Kinder führten das Anwesen weiter und 1957 übernahm der Sohn Ludwig (Landwirtschaftsmeister) mit seiner Frau Erika (Hauswirtschaftsmeisterin) das elterliche Gehöft.

Die Entwicklung des Hofes geht weiter voran, durch Um- und Anbauten und durch Renovierungen wird es auf dem Kreiswald geräumiger und schöner.

Ihr Sohn Gerhard erlernt den Beruf des Kochs und geht auf Wanderjahre ins In- und Ausland. Nachdem sein Vater Ludwig erkrankte, kehrte er jedoch 1981 zurück und absolvierte in Heidelberg die Küchenmeisterprüfung. Nach dem frühen Tod des Vaters übernimmt dann Gerhard die Geschäftsführung des elterlichen Betriebs.

Im Jahre 1990 übergab Erika Fritz den Betrieb an ihren Sohn, ist aber heute noch als Seniorchefin stets zur Stelle.

So, wie es seit Generationen schon war, arbeiten Gerhard Fritz und seine Partnerin Heidi auch heute ständig daran, dass Sie sich besonders wohl fühlen und der Kreiswald ein Platz zum Erholen und Genießen ist und bleibt.